Tapussa Sutta

An Tapussa

Ich habe gehört, dass bei einer Gelegenheit sich der Erhabene unter den Mallaner in der Nähe einer Mallaner Stadt, namens Uruvelakappa, aufhielt.  Dann zog der Erhabene in den frühen Morgenstunden sein Untergewand an und ging, seine Schale und äußere Robe tragend, nach Uruvelakappa für (den Erhalt von) Almosen.  Nachdem er für (den Erhalt von) Almosen Uruvelakappa gegangen war, nach seiner Mahlzeit, bei seiner Rückkehr von seinem Almosengang, sprach er zum ehrwürdigen Ananda:
„Bleib genau hier, Ananda, während ich in den Großen Wald gehe, um dort für den Tag zu verweilen."

„Wie ihr sagt, Herr", antwortete der ehrwürdige Ananda.

Dann ging der Erhabene für die Ruhe während des Tages in den Großen Wald hinein.

Dann begab sich Tapussa der Haushälter zum ehrwürdigen Ananda.  Beim Eintreffen verbeugte er sich vor ihm setzte er sich zur Seite.  Als er da saß, sagte er zum ehrwürdigen Ananda:
„Ehrwürdiger Ananda, Herr, wir sind Haushälter, die sich der Sinnlichkeit hingeben, an der Sinnlichkeit Entzücken finden, die Sinnlichkeit genießen, sich an der Sinnlichkeit erfreuen.  Für uns - die wir uns der Sinnlichkeit hingeben, an der Sinnlichkeit Entzücken finden, die Sinnlichkeit genießen, uns an der Sinnlichkeit erfreuen - scheint Entsagung wie ein schieres Herabfallen.
Jedoch ich habe gehört, dass in dieser Lehre und Ordens-Schulung die Herzen der jungen Mönche für die Entsagung auflodern und zuversichtlich, standhaft und beständig werden und sie als Frieden ansehen.  Nun genau hier steht diese Lehre und Ordens-Schulung im Gegensatz zur großen Menschenmenge: nämlich (diese Sache der) Entsagung."

„Dies erfordert ein Gespräch, Haushälter.  Lasst uns zum Erhabenen gehen.  Wir sollten uns an ihn wenden, und ihm, wenn wir eintreffen, diese Sache mitteilen.  Wie auch immer er es uns erläutert, so werden wir uns entsinnen."

„Wie ihr sagt, Herr", antwortete Tapussa der Haushälter dem ehrwürdigen Ananda.

Dann begab sich der ehrwürdige Ananda zusammen mit Tapussa, dem Haushälter, zum Erhabenen.  Beim Eintreffen verbeugte er sich vor ihm und setzte sich zur Seite.  Als er da saß, sprach er zum Erhabenen:
„Tapussa, der Haushälter, hier, hat zu mir gesagt:
‚Ehrwürdiger Ananda, Herr, wir sind Haushälter, die sich der Sinnlichkeit hingeben, an der Sinnlichkeit Entzücken finden, die Sinnlichkeit genießen, sich an der Sinnlichkeit erfreuen.  Für uns - die wir uns der Sinnlichkeit hingeben, an der Sinnlichkeit Entzücken finden, die Sinnlichkeit genießen, uns an der Sinnlichkeit erfreuen - scheint Entsagung wie ein schieres Herabfallen.
Jedoch ich habe gehört, dass in dieser Lehre und Ordens-Schulung die Herzen der jungen Mönche für die Entsagung auflodern und zuversichtlich, standhaft und beständig werden und sie als Frieden ansehen.  Nun genau hier steht diese Lehre und Ordens-Schulung im Gegensatz zu der großen Menschenmasse, nämlich (diese Sache der) Entsagung.’"

1  „So ist es, Ananda.  So ist es.  Selbst ich, vor meinem Erwachen, als ich noch ein unerwachter Bodhisattva war, dachte:
‚Entsagung ist gut.  Zurückgezogenheit ist gut.’  Aber mein Herz loderte nicht für die Entsagung auf, wurde nicht zuversichtlich, standhaft oder beständig und ich sah es nicht als Frieden.“  So fragte ich mich:
‚Was ist der Grund, was ist die Bedingung, warum mein Herz nicht für die Entsagung auflodert, nicht zuversichtlich, standhaft und beständig wird und ich es nicht als Frieden sehe?’  Dann kam mir der Gedanke:
‚Ich habe den Nachteil der sinnlichen Vergnügen nicht gesehen; ich habe (dieses Motiv) nicht weiter verfolgt. 
Ich habe den Nutzen der Entsagung nicht verstanden; ich habe mich nicht mit ihm vertraut gemacht.  Deshalb lodert mein Herz nicht für die Entsagung auf, wird nicht zuversichtlich, standhaft oder beständig und ich sehe es nicht als Frieden.’

„Da sagte ich mir:
‚Wenn ich, nachdem ich den Nachteil der sinnlichen Vergnügen gesehen habe, dieses Motiv weiter verfolgen würde
und wenn ich, nachdem ich den Nutzen der Entsagung verstanden hätte, mich mit ihm vertraut machen würde, dann gäbe es die Möglichkeit, dass mein Herz für die Entsagung auflodern würde, zuversichtlich, standhaft und beständig werden würde und ich es als Frieden sehen würde.’

„Nun zu einem späteren Zeitpunkt, nachdem ich den Nachteil der sinnlichen Vergnügen gesehen hatte, pflegte ich dieses Motiv;
nachdem ich den Nutzen der Entsagung verstanden hatte, machte ich mich mit ihm vertraut.  Mein Herz loderte für die Entsagung auf, wurde zuversichtlich, standhaft und beständig und ich sah es als Frieden.

„Dann, ganz von der Sinnlichkeit zurückgezogen, von ungeschickten Eigenschaften zurückgezogen, trat ich das erste Jhana ein und verblieb darin: Verzückung und Glücksgefühl, die aus der Zurückgezogenheit entstanden sind und von gelenkten Gedanken und Bewerten begleitet werden. 

„Als ich dort verblieb, wurde ich von Aufmerksamkeit auf Wahrnehmungen, von Sinnlichkeit handelnd, befallen.  Das war ein Gebrechen für mich.
Gleichwie Schmerzen in einer sich wohlfühlenden Person als ein Gebrechen entstehen,
gleich so war die Aufmerksamkeit auf Wahrnehmungen, von Sinnlichkeit handelnd, die mich befallen hatten, ein Gebrechen für mich. 

2  „Dann kam mir der Gedanke:
‚Was wenn ich mit der Stillung der gelenkten Gedanken und Bewerten in das zweite Jhana eintreten und darin verbleiben würde: Verzückung und Glücksgefühl, die aus der Sammlung entstanden sind, Einheit des Bewusstseins frei von gelenkten Gedanken und Bewerten, innere Beruhigung?’
Aber mein Herz loderte nicht für den Zustand ohne gelenkte Gedanken auf wurde nicht zuversichtlich, standhaft oder beständig und ich sah es nicht als Frieden.“  So fragte ich mich:
‚Was ist der Grund, was ist die Bedingung, warum mein Herz nicht für den Zustand ohne gelenkte Gedanken auflodert, nicht zuversichtlich, standhaft und beständig wird und ich es nicht als Frieden sehe?’  Dann kam mir der Gedanke:
‚Ich habe den Nachteil der gelenkten Gedanken nicht gesehen; ich habe (dieses Motiv) nicht weiter verfolgt. 
Ich habe den Nutzen des Zustands ohne gelenkte Gedanken nicht verstanden; ich habe mich nicht mit ihm vertraut gemacht.  Deshalb lodert mein Herz nicht für den Zustand ohne gelenkte Gedanken auf, wird nicht zuversichtlich, standhaft oder beständig und ich sehe es nicht als Frieden.’

„Da sagte ich mir:
‚Wenn ich, nachdem ich den Nachteil der gelenkten Gedanken gesehen habe, dieses Motiv weiter verfolgen würde und wenn ich, nachdem ich den Nutzen des Zustands ohne gelenkte Gedanken verstanden hätte, mich mit ihm vertraut machen würde, dann gäbe es die Möglichkeit, dass mein Herz für den Zustand ohne gelenkte Gedanken auflodern würde, zuversichtlich, standhaft und beständig werden würde und ich es als Frieden sehen würde.’

„Nun zu einem späteren Zeitpunkt, nachdem ich den Nachteil der gelenkten Gedanken gesehen hatte, pflegte ich dieses Motiv;
nachdem ich den Nutzen des Zustands ohne gelenkte Gedanken verstanden hatte, machte ich mich mit ihm vertraut.  Mein Herz loderte für den Zustand ohne gelenkte Gedanken auf, wurde zuversichtlich, standhaft und beständig und ich sah es als Frieden.
Mit der Stillung der gelenkten Gedanken und Bewerten trat ich das zweite Jhana ein und verblieb darin: Verzückung und Glücksgefühl, die aus der Sammlung entstanden sind, Einheit des Bewusstseins frei von gelenkten Gedanken und Bewerten, innere Beruhigung.

„Als ich dort verblieb, wurde ich von Aufmerksamkeit auf Wahrnehmungen, von gelenkten Gedanken handelnd, befallen.  Das war ein Gebrechen für mich.
Gleichwie Schmerzen in einer sich wohlfühlenden Person als ein Gebrechen entstehen,
gleich so war die Aufmerksamkeit auf Wahrnehmungen, von gelenkten Gedanken handelnd, die mich befallen hatten, ein Gebrechen für mich. 

3  „Dann kam mir der Gedanke:
‚Was wenn ich mit dem Verblassen der Verzückung in Gleichmut, achtsam und wissensklar verbleiben und Glücksgefühl mit dem Körper empfinden würde, und in das dritte Jhana, von dem die Edlen sagen:
‚Gleichmütig und achtsam, verweilt er in Glücksgefühl’, eintreten und darin verbleiben würde?’
Aber mein Herz loderte nicht für den verzückungslosen Zustand auf, wurde nicht zuversichtlich, standhaft oder beständig und ich sah es nicht als Frieden.“  So fragte ich mich:
‚Was ist der Grund, was ist die Bedingung, warum mein Herz nicht für verzückungslosen Zustand auflodert, nicht zuversichtlich, standhaft und beständig wird und ich es nicht als Frieden sehe?’ Dann kam mir der Gedanke:
‚Ich habe den Nachteil der Verzückung nicht gesehen; ich habe (dieses Motiv) nicht weiter verfolgt. 
Ich habe den Nutzen des verzückungslosen Zustands nicht verstanden; ich habe mich nicht mit ihm vertraut gemacht.  Deshalb lodert mein Herz nicht für den verzückungslosen Zustand auf, wird nicht zuversichtlich, standhaft oder beständig und ich sehe es nicht als Frieden.’

„Da sagte ich mir:
‚Wenn ich, nachdem ich den Nachteil der Verzückung gesehen habe, dieses Motiv weiter verfolgen würde
und wenn ich, nachdem ich den Nutzen des verzückungslosen Zustands verstanden hätte, mich mit ihm vertraut machen würde, dann gäbe es die Möglichkeit, dass mein Herz für den verzückungslosen Zustand auflodern würde, zuversichtlich, standhaft und beständig werden würde und ich es als Frieden sehen würde.’

„Nun zu einem späteren Zeitpunkt, nachdem ich den Nachteil der Verzückung gesehen hatte, pflegte ich dieses Motiv;
nachdem ich den Nutzen des verzückungslosen Zustands verstanden hatte, machte ich mich mit ihm vertraut.  Mein Herz loderte für den verzückungslosen Zustand auf, wurde zuversichtlich, standhaft und beständig und ich sah es als Frieden.
Dann mit dem Verblassen der Verzückung verblieb ich in Gleichmut, achtsam und wissensklar und empfand Glücksgefühl mit dem Körper.  Ich trat in das dritte Jhana ein, von dem die Edlen sagen:
‚Gleichmütig und achtsam, verweilt er im Glücksgefühl’, und verblieb darin. 

„Als ich dort verblieb, wurde ich von Aufmerksamkeit auf Wahrnehmungen, von Verzückung handelnd, befallen.  Das war ein Gebrechen für mich.
Gleichwie Schmerzen in einer sich wohlfühlenden Person als ein Gebrechen entstehen,
gleich so war die Aufmerksamkeit auf Wahrnehmungen, von Verzückung handelnd, die mich befallen hatten, ein Gebrechen für mich. 

4  „Dann kam mir der Gedanke:
‚Was wenn ich mit dem Aufgeben von Glücksgefühl und Schmerz, wie schon mit dem früheren Schwinden von Frohsinn und Gram, das vierte Jhana eintreten und darin verbleiben würde: Reinheit der Gleichmut und Achtsamkeit, weder-Wohlgefühl-noch-Wehgefühl?’
Aber mein Herz loderte nicht für den Zustand ohne Glücksgefühl des Gleichmuts auf, wurde nicht zuversichtlich, standhaft oder beständig und ich sah es nicht als Frieden.“  So fragte ich mich:
‚Was ist der Grund, was ist die Bedingung, warum mein Herz nicht für den Zustand ohne Glücksgefühl des Gleichmuts auflodert, nicht zuversichtlich, standhaft und beständig wird und ich es nicht als Frieden sehe?"  Dann kam mir der Gedanke:
‚Ich habe den Nachteil des Glücksgefühls des Gleichmuts nicht gesehen; ich habe (dieses Motiv) nicht weiter verfolgt. 
Ich habe den Nutzen von weder-Wohlgefühl-noch-Wehgefühl nicht verstanden; ich habe mich nicht mit ihm vertraut gemacht.  Deshalb lodert mein Herz nicht für den Zustand ohne Glücksgefühl des Gleichmuts auf, wird nicht zuversichtlich, standhaft oder beständig und ich sehe es nicht als Frieden.’

„Da sagte ich mir:
‚Wenn ich, nachdem ich den Nachteil des Glücksgefühl des Gleichmuts gesehen habe, dieses Motiv weiter verfolgen würde
und wenn ich, nachdem ich den Nutzen von weder-Wohlgefühl-noch-Wehgefühl verstanden hätte, mich mit ihm vertraut machen würde, dann gäbe es die Möglichkeit, dass mein Herz für den Zustand ohne Glücksgefühl des Gleichmuts auflodern würde, zuversichtlich, standhaft und beständig werden würde und ich es als Frieden sehen würde.’

„Nun zu einem späteren Zeitpunkt, nachdem ich den Nachteil des Glücksgefühls des Gleichmuts gesehen hatte, pflegte ich dieses Motiv;
nachdem ich den Nutzen von weder weder-Wohlgefühl-noch-Wehgefühl verstanden hatte, machte ich mich mit ihm vertraut.  Mein Herz loderte für den Zustand ohne Glücksgefühl des Gleichmuts auf, wurde zuversichtlich, standhaft und beständig und ich sah es als Frieden.
Dann mit dem Aufgeben von Glücksgefühl und Schmerz, wie schon mit dem früheren Schwinden von Frohsinn und Gram, trat ich in das vierte Jhana ein und verblieb darin: Reinheit der Gleichmut und Achtsamkeit, weder-Wohlgefühl-noch-Wehgefühl.

„Als ich dort verblieb, wurde ich von Aufmerksamkeit auf Wahrnehmungen, von Gleichmut handelnd, befallen.  Das war ein Gebrechen für mich.
Gleichwie Schmerzen in einer sich wohlfühlenden Person als ein Gebrechen entstehen,
gleich so war die Aufmerksamkeit auf Wahrnehmungen, von Gleichmut handelnd, die mich befallen hatten, ein Gebrechen für mich. 
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5  „Dann kam mir der Gedanke:
‚Was wenn ich mit dem vollständigen Überwinden der Formwahrnehmungen, mit dem Schwinden der Widerstandswahrnehmungen, Mannigfaltigkeitswahrnehmungen nicht beachtend und unendlichen Raum (wahrnehmend), in die Dimension der Raumunendlichkeit eintreten und darin verbleiben würde?’
Aber mein Herz loderte nicht für die Dimension der Raumunendlichkeit auf, wurde nicht zuversichtlich, standhaft oder beständig und ich sah es nicht als Frieden.“  So fragte ich mich:
‚Was ist der Grund, was ist die Bedingung, warum mein Herz nicht für die Dimension der Raumunendlichkeit auflodert, nicht zuversichtlich, standhaft und beständig wird und ich es nicht als Frieden sehe?’  Dann kam mir der Gedanke:
‚Ich habe den Nachteil der Formen nicht gesehen; ich habe (dieses Motiv) nicht weiter verfolgt. 
Ich habe den Nutzen der Dimension der Raumunendlichkeit nicht verstanden; ich habe mich nicht mit ihm vertraut gemacht.  Deshalb lodert mein Herz nicht für die Dimension der Raumunendlichkeit auf, wird nicht zuversichtlich, standhaft oder beständig und ich sehe es nicht als Frieden.’

„Da sagte ich mir:
‚Wenn ich, nachdem ich den Nachteil der Formen gesehen habe, dieses Motiv weiter verfolgen würde
und wenn ich, nachdem ich den Nutzen der Dimension der Raumunendlichkeit verstanden hätte, mich mit ihm vertraut machen würde, dann gäbe es die Möglichkeit, dass mein Herz für die Dimension der Raumunendlichkeit auflodern würde, zuversichtlich, standhaft und beständig werden würde und ich es als Frieden sehen würde.’

„Nun zu einem späteren Zeitpunkt, nachdem ich den Nachteil der Formen gesehen hatte, pflegte ich dieses Motiv;
nachdem ich den Nutzen der Dimension der Raumunendlichkeit verstanden hatte, machte ich mich mit ihm vertraut.  Mein Herz loderte für die Dimension der Raumunendlichkeit auf, wurde zuversichtlich, standhaft und beständig und ich sah es als Frieden.
Dann mit dem vollständigen Überwinden der Formwahrnehmungen, mit dem Schwinden der Widerstandswahrnehmungen, Mannigfaltigkeitswahrnehmungen nicht beachtend und ‚unendlichen Raum’ (wahrnehmend), trat ich in die Dimension der Raumunendlichkeit ein und verblieb darin.

„Als ich dort verblieb, wurde ich von Aufmerksamkeit auf Wahrnehmungen, von Form handelnd, befallen.  Das war ein Gebrechen für mich.
Gleichwie Schmerzen in einer sich wohlfühlenden Person als ein Gebrechen entstehen,
gleich so war die Aufmerksamkeit auf Wahrnehmungen, von Form handelnd,, die mich befallen hatten, ein Gebrechen für mich. 

6  „Dann kam mir der Gedanke:
‚Was wenn ich mit dem vollständigen Überwinden der Dimension der Raumunendlichkeit, ‚unendliche Bewusstheit’ (wahrnehmend), in die Dimension der Bewusstheitsunendlichkeit eintreten und darin verbleiben würde?“
Aber mein Herz loderte nicht für die Dimension der Bewusstseinsunendlichkeit auf, wurde nicht zuversichtlich, standhaft oder beständig und ich sah es nicht als Frieden.’  So fragte ich mich:
‚Was ist der Grund, was ist die Bedingung, warum mein Herz nicht für die Dimension der Bewusstseinsunendlichkeit auflodert, nicht zuversichtlich, standhaft und beständig wird und ich es nicht als Frieden sehe?’  Dann kam mir der Gedanke:
‚Ich habe den Nachteil der Dimension der Raumunendlichkeit nicht gesehen; ich habe (dieses Motiv) nicht weiter verfolgt. 
Ich habe den Nutzen der Dimension der Bewusstseinsunendlichkeit nicht verstanden; ich habe mich nicht mit ihm vertraut gemacht.  Deshalb lodert mein Herz nicht für die Dimension der Bewusstseinsunendlichkeit auf, wird nicht zuversichtlich, standhaft oder beständig und ich sehe es nicht als Frieden.’

„Da sagte ich mir:
‚Wenn ich, nachdem ich den Nachteil der Dimension der Raumunendlichkeit gesehen habe, dieses Motiv weiter verfolgen würde
und wenn ich, nachdem ich den Nutzen der Dimension der Bewusstseinsunendlichkeit verstanden hätte, mich mit ihm vertraut machen würde, dann gäbe es die Möglichkeit, dass mein Herz für die Dimension der Bewusstseinsunendlichkeit auflodern würde, zuversichtlich, standhaft und beständig werden würde und ich es als Frieden sehen würde.’

„Nun zu einem späteren Zeitpunkt, nachdem ich den Nachteil der Dimension der Raumunendlichkeit gesehen hatte, pflegte ich dieses Motiv;
nachdem ich den Nutzen der Dimension der Bewusstseinsunendlichkeit verstanden hatte, machte ich mich mit ihm vertraut.  Mein Herz loderte für die Dimension der Bewusstseinsunendlichkeit auf, wurde zuversichtlich, standhaft und beständig und ich sah es als Frieden.
Dann mit dem vollständigen Überwinden der Dimension der Raumunendlichkeit, ‚unendliche Bewusstheit’ (wahrnehmend), trat ich in die Dimension der Bewusstheitsunendlichkeit ein und verblieb darin.

„Als ich dort verblieb, wurde ich von Aufmerksamkeit auf Wahrnehmungen, von Raumunendlichkeitdimension handelnd, befallen.  Das war ein Gebrechen für mich.
Gleichwie Schmerzen in einer sich wohlfühlenden Person als ein Gebrechen entstehen,
gleich so war die Aufmerksamkeit auf Wahrnehmungen, von Raumunendlichkeitdimension handelnd, die mich befallen hatten, ein Gebrechen für mich. 

7  „Dann kam mir der Gedanke:
‚Was wenn ich mit dem vollständigen Überwinden der Dimension der Bewusstheitsunendlichkeit, ‚da ist nichts’ (wahrnehmend), in die Dimension des Nichts eintreten und darin verbleiben würde?’
Aber mein Herz loderte nicht für die Dimension des Nichts auf, wurde nicht zuversichtlich, standhaft oder beständig und ich sah es nicht als Frieden.’ So fragte ich mich:
‚Was ist der Grund, was ist die Bedingung, warum mein Herz nicht für die Dimension des Nichts auflodert, nicht zuversichtlich, standhaft und beständig wird und ich es nicht als Frieden sehe?"  Dann kam mir der Gedanke:
‚Ich habe den Nachteil der Dimension der Bewusstseinsunendlichkeit nicht gesehen; ich habe (dieses Motiv) nicht weiter verfolgt. 
Ich habe den Nutzen der Dimension des Nichts nicht verstanden; ich habe mich nicht mit ihm vertraut gemacht.  Deshalb lodert mein Herz nicht für die Dimension des Nichts auf, wird nicht zuversichtlich, standhaft oder beständig und ich sehe es nicht als Frieden.’

„Da sagte ich mir:
‚Wenn ich, nachdem ich den Nachteil der Dimension der Bewusstseinsunendlichkeit gesehen habe, dieses Motiv weiter verfolgen würde
und wenn ich, nachdem ich den Nutzen der Dimension des Nichts verstanden hätte, mich mit ihm vertraut machen würde, dann gäbe es die Möglichkeit, dass mein Herz für die Dimension des Nichts auflodern würde, zuversichtlich, standhaft und beständig werden würde und ich es als Frieden sehen würde.’

„Nun zu einem späteren Zeitpunkt, nachdem ich den Nachteil der Dimension der Bewusstseinsunendlichkeit gesehen hatte, pflegte ich dieses Motiv;
nachdem ich den Nutzen der Dimension des Nichts verstanden hatte, machte ich mich mit ihm vertraut.  Mein Herz loderte für die Dimension des Nichts auf, wurde zuversichtlich, standhaft und beständig und ich sah es als Frieden.
Dann mit dem vollständigen Überwinden der Dimension der Bewusstheitsunendlichkeit, ‚da ist nichts’ (wahrnehmend), trat ich in die Dimension des Nichts ein und verblieb darin.

„Als ich dort verblieb, wurde ich von Aufmerksamkeit auf Wahrnehmungen, von Bewusstseinsunendlichkeitdimension handelnd, befallen.  Das war ein Gebrechen für mich.
Gleichwie Schmerzen in einer sich wohlfühlenden Person als ein Gebrechen entstehen,
gleich so war die Aufmerksamkeit auf Wahrnehmungen, von Bewusstseinsunendlichkeitdimension handelnd, die mich befallen hatten, ein Gebrechen für mich. 

8  „Dann kam mir der Gedanke:
‚Was wenn ich mit dem vollständigen Überwinden der Dimension des Nichts, in die Dimension der Weder Wahrnehmung Noch Nicht-Wahrnehmung eintreten und darin verbleiben würde?’
Aber mein Herz loderte nicht für die Dimension der weder Wahrnehmung noch Nicht-Wahrnehmung auf, wurde nicht zuversichtlich, standhaft oder beständig und ich sah es nicht als Frieden.’  So fragte ich mich:
‚Was ist der Grund, was ist die Bedingung, warum mein Herz nicht für die Dimension der weder Wahrnehmung noch Nicht-Wahrnehmung auflodert, nicht zuversichtlich, standhaft und beständig wird und ich es nicht als Frieden sehe?"  Dann kam mir der Gedanke:
‚Ich habe den Nachteil der Dimension des Nichts nicht gesehen; ich habe (dieses Motiv) nicht weiter verfolgt. 
Ich habe den Nutzen der Dimension der weder Wahrnehmung noch Nicht-Wahrnehmung nicht verstanden; ich habe mich nicht mit ihm vertraut gemacht.  Deshalb lodert mein Herz nicht für die Dimension der weder Wahrnehmung noch Nicht-Wahrnehmung auf, wird nicht zuversichtlich, standhaft oder beständig und ich sehe es nicht als Frieden.’

„Da sagte ich mir:
‚Wenn ich, nachdem ich den Nachteil der Dimension des Nichts gesehen habe, dieses Motiv weiter verfolgen würde
und wenn ich, nachdem ich den Nutzen der Dimension der weder Wahrnehmung noch Nicht-Wahrnehmung verstanden hätte, mich mit ihm vertraut machen würde, dann gäbe es die Möglichkeit, dass mein Herz für die Dimension der weder Wahrnehmung noch Nicht-Wahrnehmung auflodern würde, zuversichtlich, standhaft und beständig werden würde und ich es als Frieden sehen würde.’

„Nun zu einem späteren Zeitpunkt, nachdem ich den Nachteil der Dimension des Nichts gesehen hatte, pflegte ich dieses Motiv;
nachdem ich den Nutzen der Dimension der weder Wahrnehmung noch Nicht-Wahrnehmung verstanden hatte, machte ich mich mit ihm vertraut.  Mein Herz loderte für die Dimension der weder Wahrnehmung noch Nicht-Wahrnehmung auf, wurde zuversichtlich, standhaft und beständig und ich sah es als Frieden.
Dann mit dem vollständigen Überwinden des Nichts, trat ich in die Dimension der Weder Wahrnehmung Noch Nicht-Wahrnehmung ein und verblieb darin.

„Als ich dort verblieb, wurde ich von Aufmerksamkeit auf Wahrnehmungen, von der Dimension des Nichts handelnd, befallen.  Das war ein Gebrechen für mich.
Gleichwie Schmerzen in einer sich wohlfühlenden Person als ein Gebrechen entstehen,
gleich so war die Aufmerksamkeit auf Wahrnehmungen, von der Dimension des Nichts handelnd,, die mich befallen hatten, ein Gebrechen für mich. 

9  „Dann kam mir der Gedanke:
‚Was wenn ich mit dem vollständigen Überwinden der Dimension der Weder Wahrnehmung Noch Nicht-Wahrnehmung,  in die Beendigung von Wahrnehmung und Gefühl eintreten und darin verbleiben würde?’
Aber mein Herz loderte nicht für die Beendigung von Wahrnehmung und Gefühl, wurde nicht zuversichtlich, standhaft oder beständig und ich sah es nicht als Frieden.“  So fragte ich mich:
‚Was ist der Grund, was ist die Bedingung, warum mein Herz nicht für die Beendigung von Wahrnehmung und Gefühl auflodert, nicht zuversichtlich, standhaft und beständig wird und ich es nicht als Frieden sehe?’  Dann kam mir der Gedanke:
‚Ich habe den Nachteil der Dimension der Weder Wahrnehmung Noch Nicht-Wahrnehmung nicht gesehen; ich habe (dieses Motiv) nicht weiter verfolgt. 
Ich habe den Nutzen der Beendigung von Wahrnehmung und Gefühl nicht verstanden; ich habe mich nicht mit ihm vertraut gemacht.  Deshalb lodert mein Herz nicht für die Beendigung von Wahrnehmung und Gefühl auf, wird nicht zuversichtlich, standhaft oder beständig und ich sehe es nicht als Frieden.’

„Da sagte ich mir:
‚Wenn ich, nachdem ich den Nachteil der Dimension der Weder Wahrnehmung Noch Nicht-Wahrnehmung gesehen habe, dieses Motiv weiter verfolgen würde
und wenn ich, nachdem ich den Nutzen der Beendigung von Wahrnehmung und Gefühl verstanden hätte, mich mit ihm vertraut machen würde, dann gäbe es die Möglichkeit, dass mein Herz für die Beendigung von Wahrnehmung und Gefühl auflodern würde, zuversichtlich, standhaft und beständig werden würde und ich es als Frieden sehen würde.’

„Nun zu einem späteren Zeitpunkt, nachdem ich den Nachteil der Dimension der Weder Wahrnehmung Noch Nicht-Wahrnehmung gesehen hatte, pflegte ich dieses Motiv;
nachdem ich den Nutzen der Beendigung von Wahrnehmung und Gefühl verstanden hatte, machte ich mich mit ihm vertraut.  Mein Herz loderte für die Beendigung von Wahrnehmung und Gefühl auf, wurde zuversichtlich, standhaft und beständig und ich sah es als Frieden.
Dann mit dem vollständigen Überwinden der Dimension der Weder Wahrnehmung Noch Nicht-Wahrnehmung, trat ich in die Beendigung von Wahrnehmung und Gefühl ein und verblieb darin.  Als ich mit Erkenntnis sah, waren meine geistigen Ausströmungen (āsava) völlig beendet..

„Ananda, solange ich diese neun aufeinanderfolgenden Erreichungen des Verweilens, vorwärts und rückwärts, auf diese Weise nicht erreicht hatte und nicht aus ihnen herausgekommen war, habe ich nicht geltend gemacht, unmittelbar zu dem rechten Selbst-Erwachen erwacht zu sein, das in der Welt mit ihren Devas, Maras und Brahmas, ihrer Menschheit mit ihren Asketen und Brahmanen, ihren Herrschern und ihrem Volk unübertroffen ist.
Aber sobald ich diese neun aufeinanderfolgenden Erreichungen des Verweilens vorwärts und rückwärts auf diese Weise erreicht hatte und aus ihnen hervorgekommen war, habe ich geltend gemacht, unmittelbar zu dem rechten Selbst-Erwachen erwacht zu sein, das in der Welt mit ihren Devas, Maras und Brahmas, ihrer Menschheit mit ihren Asketen und Brahmanen, ihren Herrschern und ihrem Volk unübertroffen ist.
Kenntnis und Schauung entstanden in mir:
‚Meine Befreiung ist unprovozierbar.  Dies ist die letzte Geburt.  Es gibt nun kein weiteres Werden mehr.’"


translated from the Pali by Thanissaro Bhikkhu
Übersetzung aus dem Englischen nach Thanissaro Bhikkhu